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Stand: 06.06.2016

Pressemitteilung

Jahresbericht des Jugendmigrationsdienstes

Seit 2015 sind viele UMAs (unbegleitete minderjährige Ausländer) in den Landkreis Vechta gezogen. Inzwischen hat ein großer Teil von ihnen die Volljährigkeit erreicht. Mit erreichen dieser Altersgrenze endet in der Regel die Betreuung über die öffentlichen Jugendhilfemaßnahmen. Die vorwiegend männlichen Jugendlichen sind auf sich allein gestellt. Der Jugendmigrationsdienst (JMD) des Caritas-Sozialwerkes ist allein im Jahr 2017 38 dieser Jugendlichen helfend zur Seite gestanden.

Gerade für diese jungen Menschen ist es schwer, hier in die Gesellschaft integriert zu werden. Sie wollen und sollen hier eine Ausbildung beginnen, am besten Geld nach Hause schicken und wenn alles gut läuft, versuchen, ihre Familie nach Deutschland zu holen. Dieser Traum ist für viele mit 18 Jahren geplatzt. Ab dem Zeitpunkt sind sie volljährig, d.h. sie brauchen dann, laut Gesetzgebung, keinen Vormund, bzw. Erziehungsberechtigten mehr. Sich dann als junger Mensch auf eine Ausbildung konzentrieren zu können, gestaltet sich schwer. Aber dennoch lassen sich viele nicht hängen und versuchen ihr Glück. Es gibt viele Betriebe, im Oldenburger Münsterland, die diesen Jugendlichen eine Chance geben und sie auch laufend unterstützen. Die Jugendlichen werden zum Teil von Ehrenamtlichen oder Studenten, während ihrer Ausbildung, begleitet.

Weiter werden viele andere Einrichtungen benötigt, damit die jungen Menschen hier Fuß fassen können. Deshalb setzt der Jugendmigrationsdienst des Caritas-Sozialwerks im Landkreis Vechta in seiner Arbeit, im Hinblick auf die ratsuchenden jungen Menschen weiterhin, stark auf Vernetzung.

Über die Begleitung der UMAs hinaus wurden im Jahr 2017 insgesamt 235 junge Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern unterstützt. Die Fragen und Probleme sind ebenso unterschiedlich wie die Menschen selbst, daher ist es für uns als allgemeine Beratungsstelle sehr wichtig, die Kenntnisse der Fachdienste in der individuellen Einzelfallhilfe hinzuzuziehen.

Bei Fragen z.B. zu Schwangerschaft, Schulden, Bewerbungshilfe werden daher die Klienten direkt an die entsprechenden Beratungsstellen vermittelt. Dies ist im Rahmen des Case Managements, nach dessen Methode der JMD bundesweit arbeitet, auch so angedacht. Die Vermittlung an weitere Dienste ist ein Teil in der Beratung und der Integrationsarbeit insgesamt. Es wird dabei drauf geachtet, dass der Kontakt zum Klienten als auch zum anderen Fachdienst weiterhin besteht. Damit soll gewährleistet werden, dass die Klienten und Klientinnen in ihren Fragen immer die bestmögliche Beratung und Förderung erhalten.

JMD VechtaMitarbeiterinnen des Jugendmigrationsdienstes v.l.n.r: Angelika Möller und Sakina Sulehria

Insgesamt ist der JMD im LK VEC mit 1,25 Personalstellen zuständig für den gesamten Landkreis. Zur Zielgruppe der JMDs zählen junge Migrantinnen und Migranten im Alter von zwölf bis siebenundzwanzig Jahren. Das Herkunftsland sowie der Aufenthaltsstatus (noch im Asylverfahren, anerkannter Flüchtling, Duldung...) sind dabei nicht relevant. Für das Angebot des JMDs spielt es keine Rolle, ob es sich um Flüchtlinge aus Drittstaaten, EU-Bürger oder Aussiedler handelt. Die Mitarbeiterin des Caritas-Sozialwerks freuen sich, dass das Angebot allen jungen zugewanderten Menschen kostenlos zu Gute kommen kann.

Bundesweit existieren derzeit 457 Jugendmigrationsdienste, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Kontakt:

Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth, Jugendmigrationsdienst, Frau Möller o. Frau Sulehria, Kirchplatz 18, 49401 Damme

Tel. 05491 - 90 55 55 - 16 E-Mail: jmd-vec@caritas-sozialwerk.de

 

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