Kontakt

Gruppenleitung
Heidrun Lankering

Von-Stauffenberg-Strasse 6a
49393 Lohne

Telefon: 04442 9341 36
Telefax: 04442 9341 38

E-Mail: jwh@caritas-sozialwerk.de

 
Wohngruppe für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren  

Wohngruppe für Kinder und Jugendliche von 12-18 Jahren

Kinder- und Jugendwohnhaus mit Regel- und Intensivtherapeutischem Bereich

Das Foto zeigt die Jugendwohngruppe von Außen mit einem Teil der Gartenanlage und der Terasse
Jugendwohngruppe Lohne

Das Kinder- und Jugendwohnhaus Intensiv in Lohne (JWHI) ist eine alters- und geschlechtsgemischte Wohngruppe mit bis zu 8 Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren.

Mit dem Angebot von 4 Plätzen für Kinder und Jugendliche im Regelbereich und 4 Plätzen für Kinder und Jugendliche im Intensivbereich, betreut von einem Team unter einem Dach, verfolgen wir eine inklusivpädagogische Ausrichtung.

Das im Jahr 1998 erstellte Haus befindet sich auf dem Gelände des Caritas-Integrationszentrums in ca. 1 km Entfernung zum Stadtzentrum Lohne, einer zentral im Landkreis Vechta gelegenen Stadt mit ca. 25.000 Einwohnern. Die Stadt ist verkehrsmäßig gut erschlossen über die etwa 6 km entfernte Anbindung an die A1-"Hansalinie", Abfahrt Lohne, und die Nordwestbahn Osnabrück/Bremen.

Das Haus und ein benachbartes Appartement bieten Platz für 8 Jugendliche in Einzelzimmern jeweils mit Dusche und WC und verfügt über hell und freundlich gestaltete Wohn- und Freizeiträume.

 

Zielgruppe Regelbereich

 
Kinder und Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren gemäß § 34, im Einzelfall §§35a, 41 SGB VIII

  • mit massiven Erziehungsproblemen in ihrer Herkunftsfamilie, die mit ambulanten oder teilstationären Maßnahmen nicht mehr zu lösen sind 
  • mit erheblichen Psychosozialen Problemen und/oder Entwicklungsstörungen sowie Verhaltensauffälligkeiten

Für die Zielgruppe im Intensivbereich sind darüber hinaus z.B. folgende Problemlagen charakteristisch:

  • Massives Vermeidungs- und Verweigerungsverhalten in allen Lebensbereichen 
  • Halt- und Orientierungslosigkeit  
  • Impulskontrollstörung  
  • Autoaggression  
  • Einbindung in Peergroups mit krimineller Tendenz  
  • Massive Beziehungskonflikte mit den Eltern  

 Spezifische Arbeitsschwerpunkte Regelbereich

  •  Die Jugendlichen organisieren und gestalten alle Lebensbereiche weitgehend selbst, um ein realistisches Alltagserleben zu ermöglichen. Hierzu gehören u.a. die komplette Selbstversorgung und alle hauswirtschaftlichen Angelegenheiten in Eigenregie. Die BetreuerInnen wirken hierbei anleitend, unterstützend und kontrollierend mit.
  • Ziel für die Arbeit mit den Jugendlichen ist es, dass die Jugendlichen ein Gespür für eigene Ressourcen entwickeln können, um letztlich im Laufe der Betreuung möglichst jedwede Verantwortung für alle Lebensbereiche in die Verantwortung des Jugendlichen zu übergeben und ihn hierbei individuell zu begleiten und zu unterstützen. 
  • Reflexion und Bearbeitung von Einstellungen, Verhalten, Wünschen, Plänen und Problemen sowohl aktueller als auch lebensbegleitender Art 
  • Ggf Aufarbeitung der eigenen Geschichte in Kooperation mit dem therapeutischen Dienst unter Einbeziehung der Eltern und weiteren wichtigen Bezugspersonen.
  •  Auf diesem Wege soll eine psychische Stabilität ermöglicht werden, die die Jugendlichen zu einem Leben in der zu erwartenden Selbständigkeit befähigt.
  • Berufliche und berufsvorbereitende Förderung der Jugendlichen mit dem Ziel der Erarbeitung einer beruflichen Perspektive. Hierfür stehen den Jugendlichen unter anderem die auf dem Gelände angesiedelten, sozialpädagogisch begleiteten Berufsförder- und Beschäftigungsangebote des Caritas-Sozialwerks, zur Verfügung. (Großküche mit Tagungshaus, Fahrradwerkstatt, Malerwerkstatt, Garten- und Landschaftsbau).  

       

Spezifische Arbeitsschwerpunkte Intensivbereich

  • Gestaltung der Intensivbetreuung der Kinder und Jugendlichen im Rahmen eines therapeutischen Milieus mit klarer Zielsetzung und unterscheidbaren Phasen
  • Therapeutische Einzelstunden für die Kinder und Jugendlichen mit gezielter Diagnostik und ggf therapeutische Begleitung des gesamten Familiensystems
  • Besondere Betreuungsangebote in Einzel- und/oder Kleingruppenarbeit durch Förderangebote im sportlichen, kreativen sowie erlebnispädagogischen Bereich (z.B. Sport- und Bewegungsspiele auf dem neu gestalteten Außengelände, Kletterwaldbesuch am Wochenende oder Kanutouren)  
  • Besondere Betreuungsangebote in Einzel- und/oder Kleingruppenarbeit und Projektform durch Förderangebote im praktisch-handwerklichen Bereich (z.B. im Bereich der Holzbearbeitung, der Fahrradreparatur oder im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus unter Anleitung einer handwerklichen Fachkraft)
  • Anleitung der Bewohner durch eine handwerkliche Fachkraft bei anfallenden Renovierungsarbeiten innerhalb der Gruppe sowie bei anfallenden Außenarbeiten, z. B. bei der Gartengestaltung.  

Spezifische Arbeitsschwerpunkte Regelbereich und Intensivbereich

  •  Inklusiv pädagogische Ausrichtung der Betreuung: auf der einen Seite Jugendliche, die in ihrer psychischen Stabilität und Persönlichkeitsentwicklung bereits so weit fortgeschritten sind, dass sie für die intensiv zu betreuenden Kinder und Jugendlichen Orientierung, Normalität sowie vielfältige Entwicklungsanreize anbieten können. Auf der anderen Seite Kinder und Jugendliche mit einem intensivtherapeutischen Betreuungs- und Versorgungbedarf, so dass die Jugendlichen im Verselbständigungsbereich sich angemessen abgrenzen und stolz sein können auf bisher schon erreichte Freiheits- und Verselbständigungsgrade.  
  • Nutzung des Lernfeldes als integrativer Bestandteil des Zusammenlebens an den Schnittstellen der Betreuungsbereiche, z.B. durch gemeinsame Gruppenabende, Freizeitangebote oder gemeinsames Kochen  
  • Installierung eines Mentorensystems derart, dass die Jugendlichen im Regelbereich ein neues Kind oder Jugendlichen aus der Intensivbetreuung ‚an die Hand nehmen', sprich als Ansprechpartner zur Verfügung stehen z.B. bei Fragen der Alltagsorientierung - und bewältigung.